neue wege

Liebe Freundinnen und Freunde des dritten frühling,

das Jahr 2020 war ein Jahr der Herausforderungen für uns alle. Vieles schien zunächst unmöglich und dann ging doch wieder das ein oder andere. Aber eins war sicher: Kurse und Veranstaltungen, wie wir sie gewohnt sind, können nicht mehr so selbstverständlich durchgeführt werden wie bisher. Nachdem unser geplantes Programm 2020 unter dem Motto Tunix, Tuwat, Tatendrang dem ersten Lockdown zum Opfer fiel, kamen wir ins Grübeln. Was dabei herauskam, war unser Alternativ-Programm neue wege 2020. Die Herausforderung war, weiterhin gemeinsam kreativ zu bleiben – ohne sich dabei zu nahe zu kommen. Einiges davon stellte sich als spannend und vergnüglich heraus (für die Schreibwerkstatt Bleib negativ! wurde Poesie auf dem Postweg verschickt); manches fiel uns schwerer als vermutet (in die Möglichkeiten der online-Welt werden wir uns weiter vertiefen müssen). Filmnachmittage mit Wunschfilmen  (und mit vorschriftsmäßigem Abstand!) boten die Gelegenheit sich zu sehen und anregende Gespräche zu führen.

Was es dieses Jahr leider nicht geben wird, ist ein Treffen mit allen Kursen, um die Jahresergebnisse zu präsentieren. Als Ersatz möchten wir auf dieser Seite Arbeiten und Zwischenergebnisse der diesjährigen Kurse vorstellen. Da einige davon noch weiter laufen werden, lohnt es sich, immer mal wieder vorbeizuschauen und sich davon zu überzeugen, dass dem dritten frühling und seinen Teilnehmer*innen trotz Pandemie (oder grade deshalb!) die Ideen nicht ausgehen. Wir freuen uns auf Ihren / Euren Besuch – und auf ein gesundes Wiedersehen.

 


 

Bleib negativ! Mit Abstand – die besten Ideen, Sprüche und Widersprüche.

Schreibwerkstatt

4 x wöchentliche Arbeitsblätter | 1 Präsenztag

In dem Workshop wurden einfache und absurde Wortspielerei, Geschichten und Gedichte vorgestellt, um das eigene Schreiben anzuregen. Material waren z.B. zwei Gedichte von Herta Müller, die die Teilnehmenden zu einem neuen Gedicht zusammenstellen sollten. Indem mit überraschenden und der Situation geschuldeten neuen, freien, witzigen Sprachspielen gearbeitet wurde, konnte die kontaktgesperrte Zeit kreativ genutzt werden.

Pro Woche einmal und das vier Wochen lang erhielten die Teilnehmer*innen per Post oder per Mail ein „Arbeitsblatt“ mit Erklärungen und einem Beispiel für Schreibübungen. Das Blatt oder die Mail wurde nach einer Woche ausgefüllt zurückgeschickt und per Telefon, Brief oder Mail kommentiert.

Als Abschluss gab es im Oktober einen Präsenztag im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt. Nach den Übungen „Schreiben ohne Zischlaute, Sprechen ohne Spucke“ wurde zum Thema „Umstellung“ gearbeitet, mit den Silben Um, Vor, Nach. All die Anregungen beim Zuhören der unterschiedlichen Texte, die Einfälle und der Wortwitz der Anderen wurden von allen sehr genossen.

Text: Gabi Pinzl          Foto: Barbara C. Schulze

 


CORONA. STILLLEBEN.

MEIN LEBENSGEFÜHL IN CORONAZEITEN

In diesem online-Fotoprojekt war die Aufgabe gestellt, dem individuellen Lebensgefühl in der Zeit des lockdowns mittels Stillleben aus zuhause arrangierten Gegenständen oder durch Selbstdarstellung in einem individuell gestalteten Kontext Ausdruck zu verleihen und die Ergebnisse zu fotografieren.

Die Teilnehmer/innen und ihre sehr individuellen Beiträge zeigen Originalität, Witz und Ironie… . Sie spiegeln auf jeweils einzigartige Weise das persönliche Erleben dieser Zeit wieder, oder zeigen kleine Fluchten in die Welt der Phantasie.

Es ist geplant, das Projekt fortzusetzen.

Organisation: Ursula Sautter

Die Fotos können einzeln betrachtet werden, wenn man auf sie klickt.